Earth Market in Parndorf

Ende August 2010 wurde in Parndorf (Nord-Burgenland) der allererste Vielfaltsmarkt Österreichs nach dem Vorbild der „Earth Markets“ der Slow Food Stiftung für Biodiversität eröffnet. Der Markt der Erde – Slow Food Earth Market Parndorf wurde von Monika Liehl und Slow Food Burgenland initiiert.

Hintergrund Earth Market

Weltweit gibt es derzeit insgesamt 69 Earth Markets – von Italien über Rumänien bis in die USA und nach Australien.
Mittlerweile gibt es Earth Markets auch in Horn (Waldviertel/NÖ) und Lutzmannsburg (Mittel-Burgenland).
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Projekt mit Vorbildcharakter, Schauküche und Weinbar

Inzwischen hat sich der Markt darüber hinaus zu einem Ort der Begegnung und des Austausches zwischen KonsumentInnen und ProduzentInnen entwickelt. Aus diesem Grund sind auch die Schauküche und die Weinbar nicht mehr wegzudenken: an jedem Markttag bereitet hier ein/e andere/r Koch/Köchin ein Mittagsmenü aus frischen Zutaten vom Markt, die dann von den MarktbesucherInnen verkostet werden können. Dazu werden Weine von burgenländischen WinzerInnen zur Verkostung angeboten.

Die Kriterien

Die Kriterien für die AusstellerInnen / ProduzentInnen sind sehr streng:

  • es sind genaue Qualitätsbestimmungen, die Earth Market Richtlinien einzuhalten,
  • es dürfen keine Großbetriebe sein und
  • die Produktion hat in einem Umkreis von etwa 40 km zum Marktstandort zu sein (im Sinne von kurzen Transportwegen und Regionalität)

Die Produkte

  • müssen handwerklich und
  • nach traditionellen Methoden
  • in der Region hergestellt worden sein

und in allen Belangen den Vorgaben „GUT, SAUBER und FAIR“ entsprechen, d.h. sie sind von hoher qualitativer und geschmacklicher Güte, ökologisch verträglich hergestellt und das zu „fairen Bedingungen und Preisen“ gegenüber ProduzentIn und EndverbraucherIn – ohne Zwischenhandel.

Das globale Netzwerk der Earth Markets setzt sich für wichtige, grundlegende Themen ein, wie

  • die Bewahrung der biologischen Vielfalt,
  • die Förderung umweltfreundlicher Methoden,
  • den Schutz der Bodenfruchtbarkeit,
  • eine gute Wasserwirtschaft,
  • den Schutz der Landschaft,
  • die Achtung des Tierschutzes,
  • die Transparenz gegenüber den Verbrauchern,
  • die Verteidigung der Rohmilch und
  • die Förderung nachhaltiger Fischfangmethoden.